Domain Umzug mit WordPress – Erfahrungen, Anleitung, Tipps

Anmerkung: Dieser Beitrag stammt noch aus meiner alten Domain wurschtelei.com.

Mitte Mai hatte ich endlich den Schritt gewagt und meinen geliebten Reiseblog (allyouneedisabackpack.com) mit meinem DIY Blog (wurschtelei.com) verbunden. Das Ergebnis ist nun dieser Blog – www.stitchesandtraveltales.com.

Ich hatte es nämlich satt zweigleisig zu fahren. Das kostete mich Zeit und Nerven. Zudem können beide Themenbereiche nun viel mehr wachsen, nachdem ich sie zusammen gelegt habe. Nun kann ich mich zu 100%  auf einen Blog konzentrieren, statt auf zwei Blogs.

Doch zwei Blogs lassen sich nicht einfach so zusammen führen und schwups ist die Sache erledigt. In diesem Beitrag möchte ich dir daher einen kleinen Einblick geben, was bei einem Domain Umzug alles ansteht, was du beachten solltest und wie man das generell so macht. Auch aus Google (SEO) Perspektive.
Eventuell steht ja auch bei dir irgendwann mal ein Domain Umzug an. Dann ist gut zu wissen, wie man das Ganze macht und vorbereitet. 😉

Warum mache ich einen Domain Umzug

Ein paar Gründe für einen Domain Umzug hatte ich oben bereits aufgeführt.
Lediglich spielt also der Inhalt der bisherigen Domain und der damit verbundene Name der Domain eine Rolle. Der Inhalt meines alten Blogs sollte um Themenfelder erweitert werden und daher brauchte es einen neuen Namen.
Ich hätte auch einfach meinen Reiseblog auf der Domain wurschtelei.com mit einfließen lassen, denkst du vielleicht?. Jedoch bin ich der Meinung das der Name Wurschtelei nicht wirklich zum Thema Reisen passt. Daher musste ein neuer Name her und somit eine neue Domain!



Ein anderer Grund für den Domain Umzug ist die Konzentration aufs Wesentliche: mit nur einem Blog kann ich mir wirklich auf das fokussieren, was ich möchte. Ich muss nun nicht mehr krampfhaft überlegen, was ich auf den einen Blog und was auf dem anderen Blog veröffentliche.

Generell kannst du einen Domain Umzug aber aus einigen anderen Gründen vornehmen. Wenn du bspw. deinen Markennamen ändern möchtest. Oder du dir mit dem Kauf einer anderen Domain mehr Besucher erhoffst.
Des Weiteren gab es in den letzten Jahren auch eine Erweiterung der Top Level Domains (TLD) – also die Endung deiner Domain (de, com, usw.). So hast du jetzt die Möglichkeit geografische, themen- oder branchenspezifischen Endungen in deiner Domain zu verwenden.

Domain Umzug – passenden Namen finden und anmelden

Die Zusammenlegung meiner beiden Webseiten schwirrte mir schon eine Weile durch den Kopf.
Bisher hatte ich es wohl nicht gemacht, weil es doch mit einigem Aufwand verbunden ist. Lieber bleibt man bei dem alten, nicht idealen Zeugs, weil es sich eingespielt hat. Dabei müsste man nur einmal etwas mehr Zeit rein stecken um es dann aber perfekt zu haben. Menschen sind ein unlogisches Konstrukt. 😉

Als dann aber die Entscheidung stand, habe ich 1,5 Tage an meinem Domain Namen getüftelt. Meine Anforderungen waren nämlich:

  1. Beide Themen – also Reisen und DIY, vereint in einem Namen
  2. Der Domain Name muss auf englisch sein. Da ich gern irgendwann englische Leser mit ansprechen möchte. Dann wird es zwei Versionen der Seite geben – eine deutsche und eine englische.
  3. Zu lang darf der neue Name auch nicht sein.
  4. Einprägsam und leicht sollte er sein.

Uff! Nun finde mal einen Namen, der passt UND noch verfügbar ist.
Vorab kannst du bspw. über checkdomain.de prüfen, ob dein Wunschname bzw. deine Wunschdomain (mit TLD Endung) noch verfügbar ist.

Nachdem nun auch der Name stand, muss er beim Domain-Name-Registrar angemeldet werden. Da ich mein Hosting Paket bei strato.de habe, habe ich den Domain Namen dort angemeldet und strato übernimmt alles Weitere. Das hat etwa 24 Stunden gedauert. Danach konnte ich die Domain nutzen.

Domain Umzug – neue WordPress Installation

Auf die neue Domain müssen auch die Inhalte aus beiden Seiten. Ich will es wenn dann gleich ordentlich und vollständig haben und später nicht durch verschachtelte Weiterleitungen Probleme bekommen.
Also musste das ganze Prozedere mit der WordPress Installation ebenfalls wiederholt werden, um die Inhalte auf die neue Domain zu bringen.

Ich habe eine WordPress Installation eigentlich nun schon mindestens 3 Mal gemacht. Dennoch muss ich zunächst immer wieder überlegen, wie der Ablauf ist:

  1. WordPress herunterladen und entpacken
  2. Datenbank anlegen und Passwort festlegen
  3. WordPress Dateien mit Hilfe eines FTP Programms auf den Webspace der Domain hochladen
  4. Die wp_config sample Datei entsprechend anpassen und als wp_config.php wieder hochladen
  5. WordPress Admin Install aufrufen, letzte Daten eingeben und fertig!

Soweit zumindest die Theorie. Bei mir lief es dieses Mal auch alles wie geschmiert. 🙂
Da diese Schritte dennoch zu Problemen führen können, verlinke ich hier die Anleitung, die mir bisher dabei geholfen hat, alles richtig zu machen.

Du kannst die WordPress Installation auf deiner Domain bzw. deinem Webspace, natürlich auch komplett über den Hoster machen und musst dich damit nicht unbedingt befassen. Dafür brauchst du aber das entsprechende Paket bei dem eine WordPress Installation dabei ist. Erkundige dich hier bei deinem Hoster!

Domain Umzug – Daten ex- und importieren

Nach der WP Installation, geht es im wahrsten Sinne des Wortes, ans Eingemacht. Nämlich an die Inhalte der beiden WordPress Seiten, die auf die neue WordPress Seite überführt werden sollen.

Dieser Schritt ist nicht so kompliziert, wie man annehmen könnte. Mittlerweile gibt es nämlich unzählige Plugins die dabei helfen, die Inhalte von Domain A nach Domain B zu übertragen.
Ich hatte es mit dem Plugin WP Migrate DB probiert. Was laut Video Tutorial auch echt einfach von Statten gehen soll. Jedoch hat es bei mir nicht funktioniert. Düdüm!
Den Grund dafür habe ich nicht gesucht, dafür wollte ich mir die Zeit nicht nehmen. Jedoch möchte ich nicht ausschließen, dass dieses Plugin bei dir oder anderen gut funktioniert. Immerhin hat es ja gute Bewertungen.

Ich habe es über die gute „alte“ WordPress Import und Export Funktion gemacht, mit dem WordPress Importer Plugin. Diese ist nicht ganz so präzise, wie oben genanntes Plugin.

Daten Importieren und Exportieren via WordPress Importer

Um die WordPress Import / Export Funktion zu nutzen, gehe zunächst einfach auf „Daten exportieren“, unter Werkzeuge / Tools in deinem WordPress Backend. Dabei lädst du alle Dateien der alten Webseite lokal auf deinem PC ab. Nun gehst du zu deiner neuen Webseite, rufst dort die „Daten importieren“ unter Werkzeuge / Tools auf  und wählst als Import Plugin den WordPress Importer (ganz unten). Folge den Anweisungen und schon werden alle Dateien (Beiträge, Seiten, Medien usw.) von der alten Domain auf deine neue Domain übertagen.

Domain Umzug Daten Import

Falls du hier auf Probleme stößt, frag mich in den Kommentaren. Ich stand ebenfalls vor einigen Problemen und kenne Lösungen. 😉



Domain Umzug – Weiterleitungen intern auf intern

Dieser Schritt hatte mich die meiste Zeit gekostet: die internen Verlinkungen der alten Domains auf die neue Domain umwandeln.
Zunächst einmal ging ich penibel Beitrag für Beitrag durch und habe mir die Verlinkungen, Meta Daten und Bilder pro Beitrag und Seite angeschaut.
Ggf. müssen Bilder doch neu eingefügt werden, weil beim Import der Daten nicht alles reibungslos ablief. Auch die Verlinkungen müssen

Auch die internen Verlinken, die du damals innerhalb deiner Seite gemacht hast, solltest du überprüfen und neu setzen. Nutze dafür die gültige URL der neuen Domain.
Hier könntest du zwar ein Redirect Plugin (wie Redirection) verwenden, welches automatisch von der alten auf die neue URL weiterleitet. Jedoch sind Tools immer auch fehlerbehaftet. Da solltest du nie 100% drauf vertrauen.
Zudem ändere ich, durch die neue Ausrichtung, auch einige Verzeichnis- und Menü-Pfade auf der neuen Domain. Damit ändern sich eben auch manche URLs.

Wenn du Meta Daten, wie Titel und Beschreibung pflegst, prüfe auch hier, ob du den neuen Domain Namen überall drin hast oder ggf. noch einsetzen bzw. austauschen musst.
Kleiner Tipp am Rande: nutze das YOAST SEO Plugin zum Pflegen von Meta Daten.

Um der Suchmaschine Google mitzuteilen, dass sich deine Domain ändert, solltest du die neue Domain (wie auch zuvor die alte Domain) in der Google Suchkonsole anmelden und Google über die Adress-Änderung informieren. Das ist ganz wichtig, da es sonst zu Ranking Verlusten kommen kann.

Domain Umzug – Permanente 301 Weiterleitung

Erst nachdem du alle internen Weiterleitungen ordnungsgemäß durchgeführt hast, solltest du die alten Domains permanent auf die neue Domain weiterleiten. Dadurch werden deine Besucher, die deinen Blog unter der alten Domain aufrufen, automatisch zur neuen Domain Adresse weitergeleitet. Zudem verhinderst du damit, dass Backlinks (externe Verlinkungen) ins Leere laufen.

Deine neue Domain bzw. Webseite sollte vor einer permanenten Weiterleitung 100% richtig eingerichtet und alle Seite mit den neuen URLs aufrufbar sein.
Diese permanente Weiterleitung machst du serverseitig. Dabei kann auch der Hoster helfen, wenn dir das hier zu technisch wird. Andernfalls muss man hier die htaccess Datei ansteuern und einen Eintrag machen. Dazu gibt es 1000 Quellen im Netz, wie du diesen permanenten serverseitigen Redirect von der alten auf die neue Domain vornimmst. Ich gehe in diesem Beitrag nicht drauf ein, da es Techniker gibt, die das besser und vor allem richtig beschreiben. 😉

Bei einem richtigen und sauberen serverseitigen Redirect werden die URLs der einen auf die andere Domain automatisch richtig zugeordnet und weitergeleitet. Das ist aber nur der Fall, wenn sich der Pfad in der neuen URL nicht ändert. Hier ein Beispiel:

Domain Umzug - Weiterleitungs-Regel

Nachdem du die Weiterleitung eingerichtet hast, prüfe ob alle URLs richtig weitergeleitet worden sind. Hierfür empfehle ich dir, dass du schon vor der Weiterleitung alle URLs der alten Domain in einem Excel Sheet herunter lädst. Hier hilft dir bspw. das Tool Screaming Frog.

Domain Umzug - Screaming Frog

Nach der Weiterleitung kannst du schauen, ob alle URLs mit der neue Domain abrufbar sind.

Falls das nicht bei jeder URL der Fall ist und du eine 404 Fehlerseite bekommst, kannst du mit Hilfe des Plugin Redirection, auf die entsprechend neue URL weiterleiten.

Domain Umzug - Redirection

Domain Umzug – externe Verlinkungen

Die Arbeit ist noch nicht beendet! 😀
Sicher besitzt du mindestens einen sozialen Kanal und bist bei diversen Plattformen angemeldet, bei denen du deine Blogbeiträge über die Zeit regelmäßig verlinkt hast. Überall dort, wo du direkten Zugriff hast und die URLs zu deiner neuen Domain ändern kannst, solltest du es auch machen. Also check deine Facebook Seite und Posts, dein Instagram Profil, dein Pinterest Kanal, YouTube Channel und Videos usw.
Meine DIY Blogbeiträge habe ich zudem auf Plattformen wie Handmadekulture, Crazy Patterns und Makerist geteilt.
Sei sorgsam und versuche so viel wie möglich auf die neue Domain weiterzuleiten. Das Warum erschließt sich in dem nächsten Punkt mehr.

Domain Umzug – Löschung der alten Domains

Nachdem deine neue Domain steht und alles weitergeleitet ist, könntest du die alte / alten Domains löschen, da sie nun keiner mehr besucht. Das ist aber nur sinnvoll, wenn du alle internen Verlinkungen wie in Beiträgen und Seiten und auch externe Verlinkungen (Instagram, Facebook etc.) auch auf die neuen URLs der neuen Domain geändert hast.

Sollte das der Fall sein, kannst du die Löschung der alten Domain bei deinem Provider bzw. beim Registrar beantragen. So sparst du dir die Hosting-Gebühr für Domains, die eh nicht mehr genutzt werden.
Hier ist es ABER ratsam noch eine Weile zu warten!
Deine neue Domain Adresse muss sich zunächst noch etablieren. Google muss sie zu 100% kennen. Alle Weiterleitungen müssen passen, wie oben schon erwähnt.
Warte hier mindestens ein halbes Jahr bis du die alten Domains löschst.



Ich empfehle dir zudem nun ein genaues Auge auf deine neue Domain zu werfen. Nutze dafür auch Google Analytics oder ein anderes Webanalyse Programm. Schau dir deine Besucher Daten an und versuche nachzuvollziehen woher sie kommen und ob der Weg deiner Besucher stimmt. Auch die Google Suchkonsole hilft dir dabei und zeigt auf, wo Verlinkungen her kommen und ob es ggf. 404 Fehlerseiten gibt, die meist durch Nicht-Weiterleitungen entstehen. Es kann und wird so sein, dass du nach einiger Zeit noch Altlasten entdeckst, bei der die Weiterleitung von der alten auf die neue Domain noch nicht 100% richtig ist. Daher lass dir bei der Löschung der alten Domain genug Zeit!

Fazit und was der Domain Umzug für meine Leser bedeutet

Ein Domain Umzug kostet Zeit. Daher sollte auch gut überlegt sein, ob er sinnvoll ist. Für mich ist er mehr als sinnvoll. Ich freue mich riesig über meine neue Domain. Ich kann es kaum erwarten meine neue Blog Webseite mit tollen Inhalten zu füllen! 😀

Für meine DIY Blogleser soll sich nicht viel ändern. Im Gegenteil, es kommen weitere spannende Themen hinzu. Themen wie meine Reiseberichte, Life Hacks für Reisen, Reise Checklisten usw. Zudem möchte ich auf meinem neuen Blog auch mein Herzensthema das Laufen stärker mit einbinden. Kurz um, der neue Blog wird mehr ich werden! Ich werde endlich alle meinen Herzensthemen unter einem Dach vereinen.

Solltest du Fragen, Anregungen oder Kritik haben, hinterlasse einen Kommentar. Zudem beantworte ich gern Fragen zum Domain Umzug. Ich habe es ja schon einmal gemacht und kenne die Probleme und auch einige Lösungen dazu! 🙂

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