Tailwind – das neue Pinterest und Instagram Wundertool?

Tailwind ist ein US-amerikanisches Software Unternehmen, welches sich speziell auf das professionelle Marketing von Pinterest fokussiert. Seit einiger Zeit hat es auch Instagram als Marketing Kanal mit aufgenommen.

Es geht bei Tailwind vor allem darum Pins oder Post schnell, effizient und möglichst automatisiert zu pinnen bzw. zu posten. Ziel von Tailwind ist es Zeit zu sparen und die jeweilige Pinterest oder Instagram Strategie erfolgreich zu unterstützen.

Ich bin vor etwa 3 Monaten auf Tailwind aufmerksam geworden und habe gleich angefangen es zu testen. Hauptsächlich mit meinem Pinterest Kanal. Da ich mindestens einmal wöchentlich einen Blogbeitrag veröffentliche und Pinterest einer meiner stärksten Traffic Quellen für meinen Blog ist, liegt es mir sehr am Herzen das Optimale aus diesem Kanal heraus zu holen.

tailwind

Diese Artikel bezieht sich daher hauptsächlich auf die Nutzung von Tailwind für Pinterest.

Im Web kann ich kaum kritische oder negative Berichte über Tailwind finden, daher möchte ich hier meinen ehrlichen Bericht zu Tailwind abgeben und aufzeigen, was ich richtig cool finde und was mir eher nicht gefällt. Vor allem möchte ich aufzeigen ob es sich lohnt die Plus Version von Tailwind zu bestellen oder eher nicht.

Natürlich ist eine Bewertung auch ein Stück weit subjektiv aber eventuell hilft dir dieser Beitrag bei deiner Entscheidung oder zumindest das Ganze etwas krisensicher zu durchleuchten.

Starte Tailwind in der Testversion

Du hast die Möglichkeit Tailwind mit jedem beliebigen Pinterest und / oder Instagram Kanal zu verbinden und zu testen. Die Testphase bezieht sich nicht auf einen bestimmten Zeitraum, sondern auf die Anzahl der Pins und Posts. Du hast also zu Beginn 100 Pins für Pinterest und 30 Posts für Instagram zur Verfügung, bis du dich entscheiden kannst, ob du Tailwind in der Plus Version nutzen möchtest, oder ob es dir nicht taugt.




Du kannst weiterhin die kostenlose Version nutzen und sie bringt dir noch weiterhin Features. Nur das automatische Posten deiner Pins und Posts geht dann nicht mehr. Auch hast du in der Test Version nicht den vollen Umfang den dir die Plus Version in sämtlichen Bereichen bietet.

Zum Planen und Veröffentlichen von Posts und Pins, ermöglicht es Tailwind dir diese über Insights zu analysieren. Jedoch sind die Insights Daten in der Test Version eingeschränkt. Hier finden sich nahezu die gleichen Daten wie im Pinterest Analyse Bereich.
Manche weit aus interessantere Daten sind erst in der Plus Version verfügbar.

tailwind insights plus

Die Tailwind Tribes

Und noch etwas sehr mächtiges bietet Tailwind an: die sogenannten Tribes für Pinterest.
Tribes sind vergleichbar mit Pinterest Gruppen, nur mit einem großen Unterschied. Es sind eben KEINE Gruppen sondern ein Zusammenschluss von Pinterestlern die ihre Inhalte in ein Tribe zu einem bestimmten Thema verbreiten und teilen.

Du hast also die Möglichkeit diese Inhalte auf deinen Boards zu teilen, während andere Tribemates (so heißen die Mitglieder) deine Pins auf ihren Boards teilen können. Tribes sind also keine eigenen Boards, demnach auch in Pinterest für Nutzer nicht sichtbar.

Das Mächtige an ihnen ist, dass sie die Distribution deiner Inhalte durch andere Pinterest Nutzer im selben Themenfeld ermöglichen.

Tailwind verfolgt dabei ein bestimmtes Teilen Prinzip: teile deine Inhalte mindeste im Verhältnis 1 zu 1. Also wenn du einen Inhalt teilen möchtest, solltest du mindestens einen anderen Pin eines anderen Tribemates auf mindestens einer deiner Pinnwände teilen. Tailwind gibt hier eine genau Übersicht, wie das aktuelle Verhältnis aussieht.

Tailwind Tribes posten und teilen

Ebenfalls kannst du mit deinen Tribemates im jeweiligen Tribe chatten. Das finde ich auch sehr praktisch und führt dich mit deinen Pinterest Kollegen nochmal ein Stück näher zusammen.

In der Test Version hast du die Möglichkeit bis zu 5 Tribe-Gruppen beizutreten und 30 Pins pro Monat auf deinem Tribes zu publizieren.
Wenn deine Anzahl an Pins im Test Account abgelaufen sind, kannst du die Pins aus dem Tribe Gruppen einfach manuell veröffentlichen, in dem du auf „Pin Now“ klickst:

Tailwind - Post Now

Der Plus Account mit Tribes Pro erlaubt dir mehr Pins pro Monat zu publizieren und bis zu 10 Tribe Gruppen zu beizutreten. Ich finde 5 bis 10 Tribe Gruppen reichen für den Anfang auch vollkommen aus.
Auch Tribes haben bestimmte Regeln an die man sich halten muss. Diese findest du im jeweiligen Tribe links übersichtlich aufgeschlüsselt. Meist geht es eben darum fair zu teilen und natürlich dem Themenfeld treu zu bleiben.

Tailwind Tribes Regeln

Vorteile und Nachteile von Tailwind

Nun möchte ich dir zeigen was dir Tailwind ganz genau bringt und welche Vor- und Nachteile es hat. Fangen wir mit den Vorteilen an:

Die Vorteile von Tailwind

Tailwind Tribes sind ein Win Win

Wie du vielleicht schon fest stellst, sind die Tailwind Tribes ein absolut tolles Marketing Instrument. Tribemates unterstützen sich gegenseitig, indem sie neue Pins teilen. Du siehst hier sogar, wie viele Pinterest Nutzer deinen Pin aktuell schon gesehen haben. Zudem wird dir gezeigt, wer und wie viele Tribemates ihn bereits geteilt haben.

Tailwind Tribes - reshares und seen

So hast du die Möglichkeit deine Pins zu testen und zu sehen, welche am besten ankommen und eher geteilt werden. Damit kannst du deine Pins immer wieder optimieren.

Tailwind Tribes zu finden, ist ebenfalls leicht. In der Suche gibst du ein für welche Nische du suchst und Tailwind zeigt dir die Tribes übersichtlich an. Sogar, wie viele Nutzer im Tribe sind und wie aktiv diese Tribe Gruppe ist. Wenn du merkst, dass dir ein Tribe nach dem beitreten doch nicht so gefällt, kannst du es einfach wieder verlassen.

Tailwind Tribes - Tribes finden

Am Besten sind die Tribes, die eine gute Aktivitäts-Rate haben und viele Nutzer. Vorausgesetzt das Tribe passt thematisch auch zu deiner Nische.

Auch wenn du Tailwind nicht in der Plus Version nutzen möchtest, kannst du die Tribes weiterhin nutzen. Zwar kannst du dann die Pins zum teilen nicht mehr automatisch veröffentlichen, aber manuell geht das noch immer.




Plane deine Pins

Das Planen und Veröffentlichen der Pins ist auch super und viel einfacher als bei Pinterest selbst. Hier lädst du dein Bild einmal hoch, gibst eine Beschreibung und die URL an und kannst den Pin dann planen. Dafür gibst du einfach schnell die Pin Boards und Tribes an, auf denen du diesen Pin teilen möchtest.
Tailwind plant dann deine Pins so, wie es zu der Aktivität deiner Zielgruppe passt – also dann wenn deine Zielgruppe am aktivsten ist.

Tailwind-_Pin_Zeit

Die Pins werden dann automatisch zur besten Zeit veröffentlicht. Du kannst sogar einstellen, wie oft am Tag du pinnen möchtest. Dabei werden die Pins nicht alle zu einer bestimmten Zeit veröffentlicht, sondern über den Tag verteilt.

Solltest du einen Pin am selben Pin Board schon einmal gepinnt haben, teilt Tailwind dir das mit. So gibt es keine unnötigen Duplikate.

Analysiere deine Pins

Ebenfalls finde ich den analytischen Aspekt sehr interessant. Du kannst jeden Pin genau analysieren: wann und wie oft wurde er gepinnt, gibt es Kommentare, auf welchen Board wurde der Pin gepinnt usw.

Tailwind -Analyse der Pins
Du kannst Tailwind mit Google Analytics verbinden und siehst so auch die Insights von Analytics.

Sicherlich bietet Pinterest selbst auch Insights, diese finde ich aber nicht ganz so übersichtlich. Tailwind Plus bietet sogar noch weitere Insights. Wie diese ganz genau funktionieren, kann man in der Test Version nicht sehen. Tailwind zeigt dir jedoch immer ein Beispiel (Sample) wie diese Funkion sich auswirkt und was sie bringt. Zudem hast du wohl die Möglichkeit längere Zeiträume miteinander zu vergleichen.

Tailwind gibt dir Tipps

Zu allem was du in und mit Tailwind machen kannst, bekommst du ein umfangreiches Tutorial. Sowohl in Text als auch als Video. Das kann am Anfang ein wenig viel sein. Aber du wirst sehen, dass dir die Tutorials auch so manchen Aha-Effekt bringen und dir helfen werden, schnell mit Tailwind zurecht zu kommen.

Des Weiteren findest du in deinem Dashboard, Empfehlungen was du in deinem Pinterest Profil noch verbessern kannst. Bspw. Beschreibungen bei den Pin Boards hinzufügen, um diese für die Suche relevanter zu machen. Oder das du die Pin Anzahl in einem bestimmten Pin Board erhöhen solltest usw.

Tailwind Tipps

Das finde ich ziemlich klasse, denn du kannst dich von Tailwind in jeglicher Hinsicht einfach briefen lassen und es erinnert dich immer wieder daran, solltest du mal etwas vergessen haben. Das macht den Kopf frei für wichtigere Dinge, wie das Bloggen selbst oder das Finden neuer Idee für DIY Projekte.

Die Nachteile von Tailwind

Wo Vorteile sind, sind natürlich auch Nachteile.

Das größte persönliche Manko, welches ich mit Tailwind habe, ist das Vorgehen mit den Pinterest Gruppen. Wenn du diese nach den Vorgaben der Gruppen Admins weiterhin richtig pflegen möchtest, kommst du an die Nutzung deines Pinterest Dashboards nicht drum herum. Die meisten Boards haben als Regel, dass Pins anderer Nutzer repinnt werden müssen, wenn man eigene Inhalte pinnt.
In Tailwind gibt es nicht die Möglichkeiten die Gruppenboards anzusteuern und von da aus Pins zu repinnen. Das macht das Pflegen dieser Boards in Tailwind unmöglich.

Auf der anderen Seite gibt es eben die Tribes, die die Gruppenboards mehr oder weniger ersetzen sollen. Denn das Pflegen von Gruppenboards bedeutet für jeden Admin einen Mehraufwand. Admins müssen prüfen ob die Board Mitglieder die Regeln auch wirklich einhalten und ggf. aufräumen und Nutzer entfernen. Das kostet einen zusätzlichen Aufwand. In den Tribes gibt es das nicht, da es sich hierbei eben nicht um visuelle Boards handelt.

Ich finde die Tribes schon sehr nützlich, dennoch möchte ich auch weiterhin meine Pinterest Gruppenboards pflegen können, weil ich diese ebenfalls sehr nützlich finde.

Des Weiteren habe ich in den 3 Wochen Nutzung von Tailwind keinen wirklichen Anstieg meiner Impressionen, meiner Reichweite oder des organischen Traffics feststellen können. Die monatlichen Betrachter meines Pinterest Profils sind sogar etwas zurück gegangen, obwohl ich täglich neue Pins auf den unterschiedlichen Boards geteilt hatte.

Nutzung von Tailwind

Nachdem ich Tailwind nicht mehr nutze und manuell meine Pins teile, ist der Traffic auf meinem Pinterest Profil wieder etwas gestiegen.

Vielleicht bewerte ich die Daten auch falsch und die Betrachtung des Pinterest Profils spielt keine Rolle.
Aber auch die Traffic Daten in Google überzeugen mich nicht wirklich:

Nutzung_Tailwind_GA

Dafür das Tailwind so ein Wundertool sein soll, fand ich diese Entwicklung etwas mau.

Mein Entschluss – Tailwind Pro oder herkömmliches Pinterest Marketing

Eigentlich ist Tailwind ja schon in der Test Version sehr mächtig, da du auf Insights zugreifen kannst (wenn auch nicht alle) und die Tribes für dich nutzen kannst.

Auch wenn deine Anzahl der automatisierten Pins (100) erreicht ist, kannst du deine Pins noch immer über Tailwind hochladen, deinen Boards zu ordnen und Tailwind plant sie auch ein. Sie werden nur nicht mehr automatisch veröffentlicht.

Dennoch finde ich, dass dies schon eine große Hilfe ist, denn so sehe ich übersichtlich pro Tag, wann die beste Zeit zum pinnen ist und kann einfach den Pin manuell abfeuern.

Der Rückgang bzw. die Stagnation der Besucher und Betrachter im Zeitraum, in dem ich Tailwind intensiv und täglich genutzt hatte, macht mir jedoch zu schaffen. Das überzeugt mich (noch) nicht um mir Plus Version zu kaufen.

Bei Facebook gibt es ja das Phänomen, wenn du Posts mit externen Tools planst, wird deine Reichweite auf Facebook eingeschränkt. Ob das mit Tailwind und Pinterest auch so ist? Bisher konnte ich, wie geschrieben, nichts Negatives darüber lesen. Auch sagt Tailwind von sich, dass ein von Pinterest anerkannter Toolanbieter ist.

Verstehe mich nicht falsch, ich will Tailwind hier auf keinen Fall schlecht machen. Es ist ein super Tool und unterstützt ungemein. Jedoch muss ich das mit dem Traffic und der Reichweite nochmals genauer analysieren und für einen längeren Zeitraum betrachten.




Zudem finde ich den Preis für die Plus Version etwas sportlich. Die Version bezieht auf genau einen Kanal. Möchtest du also die Plus Version für Pinterest und Instagram nutzen, bezahlst du den Betrag doppelt. Möchtest du dazu deine Tribes aufstocken und die Anzahl der publizierten Pins, dann musst du nochmal etwas drauf legen pro Jahr.

Das Gute ist, es handelt sich nicht um ein Abo, sondern um einen Festbetrag für einen Zeitraum. Du kannst monatlich zahlen oder jährlich.

Ich werde nun weiterhin die Tribes erst mal nutzen und meine Pins manuell planen.
Eventuell mache ich auch noch mal 2 Test Monate: einen Monat komplett ohne Tailwind, den anderen mit der Nutzung der Tribes und dem planen der Pins aber mit manueller Veröffentlichung.

Sollte ich meine Entscheidung ändern, werde ich das auf jeden Fall mit Begründung hier bekannt geben.
Ansonsten kann ich dir wirklich nur empfehlen Tailwind mal auszuprobieren und zu schauen was es für dich bringt. Ich bin gespannt. Schreib mir gern in den Kommentaren über deine Erfahrungen.

2 Gedanken zu „Tailwind – das neue Pinterest und Instagram Wundertool?

  • 16. August 2019 um 12:22
    Permalink

    Danke für den guten ÜBerblick, Judith! Werde es auch mal testen…

    Antwort
    • 18. August 2019 um 8:31
      Permalink

      Sehr gerne, Jan! 🙂

      Antwort

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