Mein Leben im Transit als Interkontinental Pendlerin

Nach einigem Hin und Her überlegen, ob das gut sein könnte: habe ich mich dafür entschieden, dass es gut ist und dass ich auf meinem Blog noch eine persönliche Kategorie einordnen werde.
Bisher hatte ich ja DIY Ideen, Anleitungen und Rezepte veröffentlicht und mich strickt daran gehalten. Auf meinem Reiseblog berichte ich zudem, wie der Name schon vermuten lässt, über meine Reiseberichte und Reiserouten. Denn ja, ich reise viel und fern.
Aber wirklich was Persönliches gab ich bisher kaum Preis.

[UPDATE] Dieser wurde vor der Zusammenführung von DIY und Reiseblog verfasst. Ab jetzt findest du Reisen und DIY auf diesem Blog vereint.

Noch immer stehe ich dem auch etwas skeptisch gegenüber, möchte es jetzt jedoch einfach mal ausprobieren. Ich denke mir oft, wen soll das denn interessieren, ob ich gestern noch in New York war und heute schon in San Francisco. Wahrscheinlich interessiert das wirklich niemanden aber nur, weil man die Person dahinter und die Story dazu nicht kennt. Würde sich die Person dahinter aber ein wenig mehr zeigen und mehr in den Vordergrund rücken, würde das schon interessieren. Und daher, sag „Hallo“ zur neuen Kategorie erzählen. 🙂




Erzählen – worum geht es?

Dieser Blog ist ein Blog auf dem, hinter dem und neben dem vieles gewurschtelt wird. Sei das nähen, essendekorieren, upcyceln, bloggen usw. In erzählen geht es um mich, um meine persönlichen Geschichten, die ich dir / euch gern mitteilen möchte. Einfach weil ich denke, dass es für den einen oder anderen, die eine oder andere von euch interessant sein kann davon zu lesen. Eventuell weil es dir ähnlich geht oder weil es dich inspiriert und über den Tellerrand blicken lässt.
Und zum anderen, weil es auch mir gut tut, wenn ich meiner Seele freien lauf lasse und darüber berichte.
Wenn du gern mit mir über das ein oder andere Thema in erzählen diskutieren oder dich unterhalten möchtest, fühl dich frei. Gerne möchte ich dir dafür ebenfalls, hier auf Stitchesandtraveltales.com, eine Plattform bieten. 🙂

Mein Leben im Transit

Mein Leben ist anders als das von den meisten Deutschen. Klar, könntest du jetzt meinen, denn ist ja auch dein Leben und nicht meines. Ich meine das jedoch noch etwas anders: Meine Lebensumstände entsprechend nicht dem, was als „normal“ in unserer Gesellschaft gilt. Zumindest noch nicht:

  • Ich lebe nur zeitweise in Deutschland
  • Ich arbeite nicht für eine Firma, sondern für viele kleine und größere Einzelkämpfer.
  • Ich spreche 50% im Jahr deutsch und die anderen 50% im Jahr englisch.
  • Ich besitze kaum etwas an gegenständlichem Wert und bin eher minimalistisch veranlagt.
  • Ich kann mittlerweile besser indische Gerichte kochen, als deutsche Gerichte

Genug dieser kleinen Brocken, lass mich einfach mal anfangen zu erzählen. 🙂




Fange ich doch mal an mit meinem Leben im Transit

Was bedeutet das eigentlich, ein Leben im Transit? Für mich bedeutet es, dass ein Großteil meines Lebens unterwegs stattfindet, nicht zu Hause. Wo auch immer ich Zuhause definiere.

Ich bin interkontinental Pendlerin. Das heißt, ich reise ungefähr 3 bis 4 Mal im Jahr, neben allen anderen kleinen Reisen, zwischen Deutschland und den USA hin und her.
Mein Freund lebt und arbeitet in den USA. Die Geschichte ist etwas kompliziert. Daher nur kurz: Er bewirbst sich schon seit längerer Zeit auf eine Greencard, da er selbst kein geborener Ami ist. Diesen Wunsch hatte er schon, bevor wir uns kennen lernten.
So lange er seine Greencard jedoch nicht hat, darf er auch nicht für längere Zeit, über den Urlaub hinaus, außerhalb der USA leben. Und so pendel ich halt von einem Kontinent in den anderen.

Mein Leben im Transit

Innerhalb der USA, pendeln wir beide ebenfalls oft, weil er einen Consulting Job hat und Kunden im gesamten Land betreut.
Noch bevor alles richtig begann, habe ich mich Gott sei Dank, selbstständig gemacht. Nur so kann ich mir dieses Leben ermöglich. Ich möchte meine Bindung zu Deutschland behalten und aktuell nicht fest in den USA wohnen. Daher ist mir meine Selbstständigkeit enorm wichtig!

Mein Leben im Transit

Transit – gute Seiten und schlechte Seiten

Mein Leben im Transit ist manchmal echt spannend und schön und manches Mal mega zum Kotzen. 😉

Spannend finde ich es vor allem dann, wenn ich weitere Städte und Orte der USA kennen lernen kann. Dadurch wird mir das Land immer sympatischer und ich verliere so langsam die Angst und die Scheu, die ich zu Beginn noch hatte. Auch können wir, wenn mein Freund geschäftlich unterwegs ist, in tollen Hotels wohnen. Nicht das dies zu meinem Lebensstandard gehört oder es etwas ist worauf ich Wert lege. Jedoch überrascht mich bspw. die Service Qualität die die Amis, wie in die Wege gelegt, an den Tag legen, immer wieder aufs Neue.




Das coole Leben im Transit

Aktuelle Geschichte: Gestern Abend haben wir im Hotel eingecheckt und auch meinen Namen in die Buchung mit hinterlegt, damit ich mich im Hotel frei bewegen kann und mir auch geholfen wird, falls mal etwas sein sollte. Heute Mittag passierte dann genau so ein Fall: meine Zimmerkarte wurde aus irgendeinem Grund deaktiviert. Leider hatte die Namenshinterlegung vom Vortag wohl doch nicht geklappt. Ich musst meinen Freund anrufen und die Reservierungsnummer erfragen. Er reagierte aber nicht gleich. So bin ich zunächst in die Stadt gegangen und habe mir dort die Zeit vertrieben. 30 Min später bin ich zurück ins Hotel gegangen und die Frau an der Rezeption, mit der ich vorher gesprochen hatte, kam gleich auf mich mich zu. Sie meinte sie hätte mich nun doch in der Reservierung gefunden und hat sich 100 Mal für diesen Umstand entschuldigt. Ich nahm das alles nicht so wild, ging nach erfolgreicher Reaktivierung meiner Karte wieder aufs Zimmer und hab mein Mittagessen genossen. Kurze Zeit später klopft es an der Tür, ich mache auf und ein Hotelangestellter steht mit einem Brief und einem roten Päckchen vor der Tür. Die Rezeption hatte sich noch einmal schriftlich in dem Brief entschuldigt. In dem roten Päckchen war Schokolade. Das fand ich mega cool! 🙂
Ich bin mir nicht sicher, ob das in Deutschland bzw. in Europa ebenfalls so stattgefunden hätte.

Mein Leben im Transit

Das eher nicht so berauschende Leben im Transit

Meine weniger guten Zeiten habe ich allerdings immer wieder bei der Einreise in die USA. Dann komm ich mir manches Mal so vor wie ein Schwerverbrecherin, die mit unguten Absichten in die USA einreisen möchte. Die Zollbeamten fragen mich Löscher in den Bauch, hinterfragen, tadeln mich und geben mir jedes Mal die Botschaft mit, dass ich das nächste Mal wohl nicht so leicht einen Einreisestempel bekommen werde.
Grund: soweit ich das irgendwie erfassen kann, wohl der, dass ich um länger als 2 Monate Aufenthalt erbitte und sie sich nicht vorstellen können, dass ich als Freelancerin so viel Geld verdiene, dass ich mir diese Reisen finanzieren kann. Irgendwie sowas. Den genauen Grund dieser Behandlung habe ich bisher nicht begriffen und ich glaub ich soll es auch nie begreifen.
Es ist jedes Mal nur einfach eine mega Belastung, in der ich Stoßgebete gen Himmel schicke, dass mir der Aufenthalt doch bitte gewährt wird und ich meinen Freund sehen darf.

Mein Leben im Transit

Weiterhin vermisse ich ein festes Zuhause. Einen Ort, der zu mir gehört und den ich sicher in meinem Leben weiß. Das ständige Hin und Her Reisen strengt auf Dauer an. Immerhin mache ich das nun schon seit 4 Jahren.

Aber ich möchte mich auch nicht wirklich beklagen. Das Positive obsiegt ungemein. Ich sehe sehr viel von der Welt und erweitere durch das Reisen regelmäßig meinen Horizont. Wer weiß, wie lange ich noch die Möglichkeit dazu habe? Sicherlich nicht für immer! Wenn nicht ich, wird mir irgendwas oder irgendwer einen Strich durch die Rechnung machen. Mein Leben im Transit kann von heute auf Morgen schon wieder vorbei sein. So lange nehme ich mit, was ich mitnehmen kann und setze für die US Zollbeamten ein extra breites Lächeln auf! 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Cookies und Tracking-Pixel wie Google Analytics und Facebook Tracking. Wenn Sie die Website weiter nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies und Tracking-Pixel zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen