Island Rundreise – Vorbereitung und Tipps für deinen Island Roadtrip

Island, ist diese mystische Insel, hoch im Norden, ca. am Ende von Europa. So einfach hatte ich mir das zumindest vor 15 Jahren mal gedacht. Dennoch fand ich Island schon immer faszinierend aber eine Island Rundreise für viele Jahre einfach undenkbar: zu rau, unberechenbare Natur und Wetter, zu teuer.

Island Rundreise - Wetter Landschaft

Doch mittlerweile zieht es jährlich immer mehr Reisende in das einstige Wikinger Reich.
Nach der Bankenkrise 2008 wurde die isländische Währung abgewertet, eine Reise somit günstiger und das Land für Besucher attraktiver.
Mittlerweile setzen sich die Isländer sehr dafür ein, ihr schönes Land für Besucher zugänglich zu machen, es aber auf gleiche Weise vor ihnen bzw. vor den Folgen des Massen-Tourismus zu schützen.

Vor kurzem, von Ende August bis Anfang September, war ich mit meinem Mann ebenfalls für 10 Tage auf der schönen Insel Island.
Wir haben uns einen kleinen Campervan gemietet und sind damit einmal rund ums Land gedüst.
Eine Island Rundreise ist heutzutage schnell organisiert und muss auch gar nicht so teuer sein.



In diesen und in den nächsten Beiträgen möchte ich dir alles über unser tolle und einzigartige Reise durch Island berichten. Ich möchte dir die schönsten Stellen aufzeigen, die geheimsten Spots und auch wertvolle Tipps mitgeben, falls auch du einmal einen Island Roadtrip mit einem Campervan planst.
Du bekommst hier nach und nach mein geballtes Wissen für deinen einzigartige und wundervolle Island Rundreise. Den Camper haben wir uns in Reykjavik gemietet aber dazu später mehr.

Zu unserer Rundreise gehörte auch der Marathon bzw. Halbmarathon in Reykjavik. Alles dazu erfährst du hier.

Island Rundreise – Ankommen auf Island

Zunächst einmal solltest du wissen, wann die beste Reisezeit für deine Island Rundreise ist.
Die meisten Ratgeber sagen, dass zwischen Juni und August die beste Zeit für einen Besuch in Island ist.
Auf unserer Rundreise haben wir aber auch oft von Isländern und anderen Besuchern gehört, dass die Winter mild sein sollen und der Winter somit auch keine schlechte Zeit zum Reisen ist. Zudem kann man auf Island Wintersport auf seine ganz besondere Weise erleben. Im Winter sind zudem Preise für Flüge und Unterkünfte vergleichsweise günstig.

Nach Island kommst du von Europa und den USA aus, recht schnell und es ist auch gar nicht so teuer wie häufig angenommen wird.
Viele skandinavische Airlines wie SAS oder Finnair fliegen täglich nach Island. Auch fliegen unsere hiesigen Airlines wie die Eurowings und die Lufthansa täglich aber natürlich auch Islands eigene Airline – die Iceland Air. Die einstige Airline WOW Air gibt es seit einiger Zeit nicht mehr.

Hin- und Rückflüge nach Island kosten zwischen 150 und 350€, je nachdem wie weit im Voraus du buchst und zu welcher Zeit.

Island Rundreise fliegen

Alternativ gibt es auch eine Fähre nach Island. Diese startet von Dänemark. Dadurch hast du die Chance dein eigenes Auto mitzunehmen. Perfekt auch für Leute die Flugangst haben oder alternativ Reisen möchten.

Ebenfalls ist es möglich mit dem Frachtschiff nach Island zu reisen. Wir haben auf Island eine holländische Familie mit 2 Kindern kennengelernt. Sie teilten uns mit, dass sie etwa 2500€ für eine 3-Täge Frachtschiffreise (Hin- und Zurück) für die ganze Familie gezahlt hatten. Im Preis inbegriffen war die Kabine und der Stellplatz fürs Auto.
Ich finde das ist ein sehr guter Preis und eine super Alternative zum Fliegen. Für ein Flugticket für 4 Personen zahlt man in etwa auch 1500€, dass Auto kann man dann nicht mitnehmen.

Island Rundreise – Rumkommen in Reykjavik und Umgebung

In Island selbst gibt es kein Uber, wie vielleicht aus den USA bekannt.
Das öffentliche Nahverkehrsnetz rund um Keflavik und Reykjavik ist aber recht gut ausgebaut. Busse fahren dich von A nach B. Kompliziert ist es ebenfalls nicht.
Für Single Tickets gibt es einen Festpreis der pro Bus gezahlt wird, egal wo du einsteigst und hin möchtest. Selbst wenn du also nur 2 Haltestellen fahren möchtest, zahlst du den gleich Preis, wie wenn du von Endhaltestelle zu Endhaltestelle fährst.

Wenn du Reykjavik mit dem Bus erkunden möchtest, kann ich dir die Reykjavík City Card empfehlen. Die Karte bietet dir 24, 48 oder 72 Stunden unbegrenzte Fahrt mit den Stadtbussen sowie freien Eintritt in beliebte Sehenswürdigkeiten wie Thermalbäder, den Zoo, Museen usw. Zudem erhältst du mit der Card Ermäßigungen in bestimmten Shops und Restaurants.

Vom Flughafen Keflavík bis Reykjavik City gibt es ebenfalls öffentliche Verbindungen.
Die Angebote weichen kaum voneinander ab, weshalb ich dir daher den Flybus empfehlen kann. Für ca. 28€ (3900 ISK) fährst du etwa 45 Minuten vom Flughafen Keflavík bis nach Reykjavik. Der Bus fährt alle 35 bis 40 Minuten nach der Landung eines jeden Fluges ab.
Du musst dir auch keinen Stress machen und den Bus vorher buchen – das kannst du ganz entspannt am Flughafen machen. Die Info Schilder für den Bus sind nicht zu übersehen.

Island Rundreise – Internet, Essen, Alkohol

Ich fasse diese drei Begriffe mal unter einer Überschrift zusammen, da es pro Begriff nur ein wenig zu erwähnen gibt, sie aber alle drei dennoch gut sind, zu wissen.

Die Internet Anbindung ist in Island erstaunlich gut ausgebaut. Empfang hat man fast überall. Wir Deutschen hängen da im Vergleich ziemlich hinterher.
Island ist zwar kein EU-Mitglied, hat aber Mitgliedschaft im Europäischen Wirtschaftsraum. Das heißt, dass du auch hier keine Roaming Gebühren für das Mobilnetz zahlen musst, wenn du in der EU einen Mobilfunkvertrag hast.



Auch was das WLAN angeht, ist Island top aufgestellt! Die meisten Cafés, Restaurants und öffentlichen Stätten (wie Bäder, Museen usw.) bieten kostenfreies WLAN an. In der Stadt Stykkishólmur (im Nord-Westen Islands) gibt in der gesamten Stadt rund um die Uhr freies WLAN. Sicherlich nicht die einzige Stadt in Island, die das anbietet.

Island Rundreise Stykkishólmur
Freies WLAN in der Stadt Stykkishólmur

Was Essgewohnheiten und Diäten angeht, mag man es auch kaum glauben aber Island hat in jedem Restaurant mindestens ein vegetarisches Gericht auf der Karte! Und das im Land der einstigen Wikinger, von denen man doch eher annahmen, dass sie ordentlich und viel Fleisch gegessen haben. Zumal Gemüse- und Obstanbau auch in der heutigen Zeit in Island nicht gerade einfach ist.
Dennoch ist Island da ziemlich weit vorn was alternative Küche angeht. Und es gibt mindestens 18 vegane Lokale (Cafés und Restaurants) allein in Reykjavik!
Supermärkte bieten zwar Obst und Gemüse an, dennoch sollte man hier immer genau hinschauen, wie die Beschaffenheit ist – gerade bei Obst. Aber wie gesagt, man kann es dem Land nicht verdenken.

Kommen wir zum Lieblingsthema der meisten Menschen. Ich nehme an, dass einige meiner Leser auch ab und an mal ein Glas Wein oder ein Bier am Abend genießen. Ich spreche hier also nicht von exzessiven Alkoholkonsum. Aber selbst wenn wir auch nur ab und an mal was trinken wollen in Island – Alkohol ist verdammt teuer und auch nur zu einer bestimmten Zeitspanne, in bestimmten Geschäften verfügbar!
Im normalen Supermarkt suchst du Bier oder Wein vergebens. Dafür gibt es bestimmte Spirituosengeschäfte wie ÁTVR oder Vínbúðin. Diese sind meist nur von 11 Uhr Vormittags bis 18 Uhr Abends geöffnet. Beim Roadtrip musst du also gut planen, wenn du dein Bier oder Wein für den Abend einkaufen möchtest.
Wir haben es Sage und Schreibe 3 Tage verpatzt uns einen Wein zu kaufen, da wir tagsüber so viel mit Sightseeing zu tun hatten! 😀

Mein Tipp: bring dir 1-2 Flaschen Wein von zu Hause mit. Das reicht dann für ein paar Tage. 😉

Island Rundreise – mit wie viel Kosten solltest du rechnen?

Wie ich also schon an manchen Stellen erwähnt habe, ist Island ein recht teures Land.
Die Isländer verdienen im Durchschnitt 5000€ pro Monat. Das hatte mir ein Isländer persönlich berichtet. Dementsprechend sind auch die Preise – für alles und überall.

Essen gehen ist daher auch recht teuer. Dennoch muss dein Roadtrip durch Island nicht dein Portemonnaie sprängen, wenn du mit Bedacht vorgehst.
Das fängt schon bei der Überlegung an, wie du durchs Land Reisen und welchen Komfort du dir leisten möchtest.

Für uns hat es nach reichlich hin und her überlegen Sinn gemacht, dass wir uns einen kleinen Campervan mieten, in dem wir auch schlafen können. So mussten wir nur den Stellplatz für den Zeltplatz zahlen. Jedoch eben keine teure Unterkunft pro Nach mieten.
Unsere Essensgewohnheiten haben wir dann automatisch auf „Camping“ ausgerichtet. Das heißt, wir haben am Auto, Zeltplätzen oder Rastplätzen unseren Camping Kocher ausgepackt und uns etwas zubereitet. Das ging prima!

Hier mal eine kleine Kostenaufstellung, was in Island etwa wie viel kostet (in Euro):

  • Tageskarte für den Bus in Reykjavik: 30€, Einzelfahrt ca. 3,50€
  • Hotelübernachtung: ab ca. 100€ / Nacht
  • Essen in einem normalen Restaurant pro Person: ab 20€
  • Auto mieten für eine Woche: ca. 350€
  • Mini Campervan mieten für eine Woche: ca. 450€
  • Bed and Breakfast: ab ca. 60€ / Nacht
  • Eine Flasche Wein: ab 15€
  • Stellplatz auf dem Zeltplatz: ca. 16€ / Nacht (Duschen meist extra zu zahlen)
  • Eintritt in ein kleines Thermalbad / Hot Pool: 10€, die blaue Lagune kostet gleich mal um die 80€.
  • Ein normaler Einkauf für zwei Person im Supermarkt für 3 Tage: ca. 60€
  • Sprit pro Liter Benzin: um die 3€

Wie du siehst sind einige Sachen (wie Hotel, essen gehen, Alkohol Konsum) richtig teuer und andere Sachen (wie Campervan, Zeltplatz, Supermarkt Einkauf) mäßig teuer. Von wirklich günstig kann man in Island über nichts sprechen, was Geld kostet.
Aber sieh es mal so: die meisten natürlichen Sehenswürdigkeiten wie heiße Quellen, Vulkane, Wasserfälle und Gletscher sind kostenfrei zugänglich! Und genau hier sollte dein Fokus liegen!
Du bist schließlich nicht in Island um einen Luxus Urlaub zu verbringen, sondern der Erde und der Natur so nahe wie möglich zu sein und das Land im Original kennen zulernen! 🙂

Island Rundreise – unterwegs mit dem Campervan

Weiter oben hatte ich es bereits erwähnt: Ich empfehle dir in Island einen Mini Campervan zu mieten, wenn du allein oder mit einer weiteren Person unterwegs bist. Du sparst somit verdammt viel Geld, welches du für eine zusätzliche Unterkunft ausgeben würdest. Ein guter Schlafsack sollte demnach in deinem Gepäck nicht fehlen.

mini camper island

Wir haben unseren super tollen kleinen Camper bei Kuku Campers in Reykjavik gemietet und waren super happy damit!
Mit dem Auto war alles in Ordnung, es kamen keine versteckten Extra-Kosten auf uns zu und die Vermietung und Abgabe des Autos lief ebenso stressfrei und reibungslos. Die Leute von Kuku Campers waren alle sehr nett und hilfsbereit.



Aber ich denke, dass auch die anderen Camper Vermietungen wie Happy Campers, Go Campers oder Wild Campers ganz gut sind. Nur habe ich hierfür eben keinen Vergleich.
Was mir bei Kuku Campers von Anfang sehr gut gefallen hat, ist die Auflistung, was man pro Auto wirklich bekommt und für was es sich am besten eignet. Das finde ich ziemlich übersichtlich gemacht.

Sicherlich mussten wir uns am Anfang arrangieren und unseren Weg finden, wie wir Dinge handhaben, um uns den bestmöglichen Komfort in unserem kleinen Campervan zu ermöglichen.
Aber nach 1 zwei Tagen hat man sich an alles gewöhnt. Ich war schon ganz traurig, als wir unseren kleinen Campervan wieder abgeben mussten.
Irgendwie denkt man danach immer gleich darüber nach sich einen eignen kleinen Van zuzulegen und viel öfter solche Touren zu machen. 😉

Für die Reise mit dem Campervan kann ich dir die Campingcard sehr ans Herz legen.
Die Campingcard kannst du auf 41 Campingplätzen in ganz Island nutzen. Sie gilt für 28 Übernachtungen für zwei Erwachsene und zwei Kinder. Sie kostet etwa 159€ und lohnt sich bereits ab 5 Nächten auf den Camping Plätzen.

Camping Plätze müssen in Island nicht reserviert werden, da immer genug Stellplätze vorhanden sind.
Was jedoch die Ausstattung pro Camping Platz angeht, empfehle ich dir immer vorab zu schauen, ob es deinen Ansprüchen entspricht. Es gibt Camping Plätze, die alles von Dusche bis Kochgelegenheit bieten. Es gibt auch Campingplätze die nur eine Toilette und ein Waschbecken haben. Die Infos pro Campingplatz findest du auf den Webseiten der Camping Plätze selbst oder einfach bei den Bewertungen in Google.

Island Rundreise – was solltest du mitnehmen?

Island ist nicht Hawaii, dass sollte klar sein. Island ist auch nicht Paris oder London, in denen man sich wie auf dem Laufsteg präsentieren muss.
Praktische und komfortable Klamotten sind angesagt! Das gilt das ganze Jahr über in Island.
Es gibt ein schönes englisches Sprichwort, was sich leicht ins Deutsche übersetzen lässt:

„Wenn du das Wetter in Island nicht magst, warte 5 Minuten.“

Und so ist es. Es kann innerhalb von einer Stunde Regnen, Stürmen, Schneien, Sonne scheinen, Hageln, usw. Pass dich dem also an.
Und ein weiteres Sprichwort habe ich an dieser Stelle für dich:

„Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur falsche Kleidung!“

Packe dir in jedem Fall eine Regenjacke und Regenhose mit hoher Wassersäulen Dichte ein.
Den Regenschirm mitzunehmen, empfehle ich nicht, da dieser durch starken Wind schnell kaputt gehen und einfach auch unhandlich ist.

Da es Nachts zudem recht kalt wird, sollten 1-2 dicke Pullover und Wollstrümpfe ebenfalls nicht fehlen.
Ebenfalls sollte ein guter Schlafsack und ein Reisehandtuch in deinem Gepäck enthalten sein.

Wenn du jetzt denkst, auch, dass kann ich mir doch alles vor Ort in Island kaufen… Achtung: auch Outdoor Klamotten sind hier verdammt teuer. Und auch die tollen Pullover aus Island Wolle, die man öfter mal auf Instagram Bildern sieht, sind nicht gerade ein Schnäppchen!

Da in Island viele Sehenswürdigkeiten wie Wasserfälle, Vulkane usw. mit einer kleinen Wanderung versehen sind, empfehle ich hier immer wasserfeste Wanderschuhe mitzunehmen. Turnschuhe oder Sneaker werden schnell nass.

Seit Neuseeland bin ich auch ein absoluter Marino Wolle Verfechter. Meine wenigen Icebreaker Sachen haben mich auf der gesamten Reise nie im Stich gelassen. Da muss ich sagen lohnt sich die Investition!

Island Rundreise – wie solltest du dich verhalten

Wie Eingangs erwähnt, tun die Isländer viel um ihr Land zugänglich zu machen aber gleichzeitig auch zu schützen.
So wird das Straßen- und Verkehrsnetz immer weiter ausgebaut. Hotels und andere Unterkünfte entstehen in Regionen, die bislang fast unbesiedelt waren. An natürlichen Spots werden Verkaufsstellen drum herum gebaut, um etwas daran zu verdienen. Bestes Beispiel sind Thermal Pools.

Auf der anderen Seite werden Gesetze erlassen, die das Land und die Umwelt schützen sollen. Mit den Einzug von Eintrittgeldern werden die natürlichen Stätten bereits gesichert. Dadurch das Geld verlangt wird, entsteht hier bereits eine Barriere, die Besucherzahl pro Zeit wird gemindert. Die Einnahmen fließen teilweise wiederum in den Ausbau touristischer Infrastruktur.
Und so geht es immer weiter…

Mit der Zunahme an Touristen steigt leider auch das Risiko der Zerstörung dieses schönen Landes. Da sich leider nicht alle Besucher entsprechend und nachhaltig verhalten.
Wie überall gibt es unter uns Touristen richtige A…löscher, die sich absolut niveaulos und dumm verhalten und leider das Denken haben, nach ihnen kann ja die Sintflut kommen.

Gerade in einem Land wie Island, welches mir so oft die Sprache verschlagen und mein Herz berührt hat, ist es mir ein Anliegen an dich als guter Besucher zu appellieren. Und selbst wenn du schon immer gute Absichten hattest, gibt es Sachen zu bedenken, die einem nicht immer Bewusst sind.

Aus dem Grund habe ich hier ein paar Verhaltensregel aufgeschrieben, die dir helfen, dich richtig in Island zu verhalten:

  • Nutze die regulären Campingplätze. Wild Camping ist in Island mittlerweile verboten, da es doch einige Leute in der Vergangenheit zu weit getrieben haben.
  • Nimm alles was du an Müll produzierst wieder mit dir mit, wenn es in dem Moment dafür keinen Mülleimer gibt. Das gilt auch für deine Notdurft. Das mag Ekelhaft klingen aber deine eigene Notdurft kann genauso kurzfristig in Plastiktüten aufbewahrt werden, wie die von Hunden.
    Auch Toilettenpapier oder sonstiges Papier solltest du nicht einfach in die Natur werfen. Alles was Fremd ist gehört dort einfach nicht hin.
  • Entzünde niemals ein offenes Feuer in der Natur Islands. Die Natur und das Wetter sind in Island unberechenbar. Ein kleines Feuer kann sich schnell ausbreiten. Das kannst du niemals voraussehen.
  • Das Autofahren abseits der öffentlichen Straßen, schadet der empfindlichen Natur. Ebenso das Laufen abseits der markierten Wege. Es kann Jahrzehnte dauern, bis sich die Umwelt erholt. Bspw. Solltest du niemals Moos irgendwo abreißen oder auf ihm herum laufen, da dieser nur schwer nachwächst.
  • Jetzt kommt etwas, was sich von selbst verstehen sollte: wirf keine Münzen in Seen oder heiße Quellen! Da hat wirklich nichts und niemand etwas davon!

Ich habe mir diese Verhaltensregeln auch nicht einfach ausgedacht, sondern vor unserer Reise hier auf guidetoiceland.is nachgelesen. Einige dieser Regeln mögen komisch klingen oder selbstredend sein, dennoch scheint so ein Verhalten des Öfteren vorzukommen.

Aber nicht nur schlechter Tourismus zerstört schöne Landschaften und Kulturen, auch der Klimawandel hat einen großen Teil beizutragen.

Aktuelles Beispiel ist der „Tod“ des Okjökull. Sicher hast du es vor Kurzem schon selbst in den Nachrichten gehört: Im August 2019 hat Island seinen ersten Gletscher, den Ok, als solchen verloren. Dazu gab es eine öffentliche Trauerfeier die ebenfalls darauf aufmerksam machte, das wir uns alle zu verantworten haben und in jedem von uns ein Umdenken zum Schutze unseres Klimas und unsere Umwelt passieren muss.



Tut mir leid, dass ich am Ende meines Beitrages nun doch etwas Ernster wurde. Ich denke nur, dass wir bei allem was wir tun, unsere Fußstapfen hinterlassen und uns dessen auch bewusst sein sollten. Wir können uns eben nicht einfach unendlich bedienen ohne nicht auch Konsequenzen zu tragen und Verantwortung zu übernehmen.
Zu schönen Seiten gehören eben auch das Ansprechen der unschönen Seiten! Ich hoffe du siehst es mir nach.

Island Rundreise

Auf jeden Fall waren das nun erst mal meine anfänglichen Tipps für eine Island Rundreise.
Im nächsten Artikel berichte ich dir über unseren Roadtrip – was wir erkundet haben, wo wir übernachtet haben, und welche Geheimtipps und Erfahrungen wir zu teilen haben.
Ich freue mich, wenn du weiterhin mit liest!

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